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Historie – die Brücke und wir

Wer hätte sich das je erträumt? Ein Stück waschechtes Hamburg… unser? Und es ging ja nicht um irgendeine, es war die Fischbrötchenbude – die strotzte vor Herz und Charakter. Daran hatten unsere Vorgänger, vor allem aber Susanne, mit Leidenschaft gefeilt: Sie hatte der Bude ’nen echten Namen, ihren Deerns ein zweites Zuhause und den Schippern einen Ort zum Klönschnack verschafft.

Dass das hier nicht irgendeine lütte Nummer für uns würde, sondern eine Liebe fürs Leben, mussten wir nicht erst verdauen. Wir wollten das Ding! Also ab in die Schule unter die strengen Augen der Fischbrötchen-Meisterin, die uns das Geheimnis der immer krossen Brötchen zuflüsterte; unter die Mädels mischen und die Probe eines Hamburger Hafengeburtstags bestehen; aus freier Hand das Kakaoherz auf den Milchschaum zaubern. Man muss eben auch büschn Künstler sein in der Brücke 10;)

Und dann war es endlich so weit: Wir alle gemeinsam – unsere Vorgänger, die Mannschaft, Stammgäste und Freunde – alle feierten bei einer Mordssause aus einer Ära hinaus in eine neue hinein: Am 30. Juni 2012 pünktlich um Mitternacht drückten uns Susanne, Hans und Nils die Schlüssel in die Hand mit den Worten „Wir haben Feierabend und wollen jetzt feiern.“

Seit dem 01. Juli 2012 ist das Team kräftig gewachsen. Jetzt haben wir ’ne ziemlich große 30-köpfige Truppe an temperamentvollen Energiebündeln, die den Laden hinterm Tresen und in der Küche rocken: Mit Elbwassern gewaschene Deerns und Jungs, bevorzugt Weltenbummler sowie Quiddjes aus der ganzen Welt. Aus Äthiopien, Italien, Russland, aus Kasachstan, von der studierenden Literaturwissenschaftlerin, über den Biologiestudenten bis zur Mediendesignerin, Stadtplanerin und Ethnologin, sie alle toben auf dem Ponton mit – und, so will das die Statistik: Besonders Juristen in spe haben eine Passion der Fischbrötchenproduktion!

An ihrer aller Spitze steht Dani, lässig und mit kühlem Kopf, als Teamführung und Leiterin der Brücke, selber als Freundin ins Team gelangt, vielen von ihnen vor allem also eine solche. Das ist eine bunte Crew, auf die wir ganz schön stolz sind: In der alle füreinander und für die Brücke 10 durch´s Feuer gehen – und auch für euch, die ihr so wild unsere Bude stürmt, die ihr so tapfer in unserer oft langen Schlange ansteht und, die ihr unsere Jungs und Deerns ziemlich ins Schwitzen bringt.